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19.09.2023Laupen ZH – Aergera Giffers 4:1 (0:0,0:0,4:1)

Aergera Giffers bringt den Tabellenleader in Bedrängnis

Lange konnte Aergera Giffers am Samstagabend auf seinen zweiten Sieg in der Prime League hoffen. Erst in den letzten sieben Minuten kippte die Partie auf die Seite von Tabellenleader Laupen ZH, der schliesslich 4:1 gewann.

Am Samstagabend traf Aergera Giffers auswärts in Zürich auf den UHC Laupen. Die Laupnerinnen, bekannt für ihre starke Fanbase, gewannen in der ersten Runde gegen die Wizards Bern Burgdorf 6:3 und spielten sich dort in einen regelrechten Flow. Besonders Ligatopscorerin Andrea Wildermuth sticht aus dem Zürcher Ensemble hervor und die Giffersnerinnen waren bereits im Vorfeld von ihren Scorerqualitäten gewarnt.

Aebischer hält Aergera im Spiel

Das Spiel war zu Beginn von geduldigem Ballbesitzunihockey Laupens geprägt. Die spielstarken Verteidigerinnen in Grün liessen den Ball gekonnt zwischen den Reihen zirkulieren und liessen Aergeras Frauen laufen. Die Freiburgerinnen zeigten sich jedoch wenig beeindruckt von diesen Passstafetten und arbeiteten defensiv äusserst souverän. Den eigenen Ballbesitz konnte Aergera Giffers vorerst noch nicht in gefährliche Angriffe ummünzen, da man sich spielerisch noch nicht ganz auf der Höhe befand. Die Torchancen waren beidseits überschaubar, doch durften sich die Gäste aus dem Senseland zur ersten Pause bei Torfrau Vanessa Aebischer bedanken, die ihren Kasten rein hielt.

Aebischer stand dann auch im zweiten Spielabschnitt oft im Mittelpunkt des Geschehens. Laupen drückte auf die Führung, scheiterte jedoch reihenweise an der mirakulös aufspielenden Sensler Torhüterin. Dank Laupens Offensivdrang konnte Aergera im zweiten Drittel von mehr Raum beim Kontern profitieren, doch auch die Freiburger Offensivakteurinnen konnten noch nicht reüssieren. Ebenfalls ungenutzt blieb beidseits eine Überzahlsituation, und so mussten die Zuschauenden weiterhin auf den ersten Torerfolg warten.

Entscheidung im Schlussdrittel

Im letzten Drittel stand dann ebendiese Topscorerin Laupens, Andrea Wildermuth, vermehrt im Mittelpunkt. Die technisch versierte Zürcherin blühte plötzlich auf, tanzte sich teilweise spielend leicht durch die Sensler Defensive und traf zum vielumjubelten 1:0 für die Hausherrinnen. Aergera zeigte sich davon jedoch wenig beeindruckt und Alyssa Buri erzielte noch in der gleichen Minuten den Ausgleich. Hätte Aergera in den folgenden Minuten etwas kaltblütiger agiert, hätten sie wohl die Führung an sich reissen können. Die Sportweisheit «Wer sie vorne nicht macht, kriegt sie hinten» bewahrheitete sich in der Folge wieder einmal, und so waren es Laupens Wildermuth und Hofmann, die für die 3:1-Vorentscheidung sorgten. Den Schlusspunkt setzte dann wiederum Yara Hofmann, die mit dem Treffer ins leere Tor den 4:1 Heimsieg für ihre Farben besiegelte.

Aergera schlug sich über weite Strecken sehr gut und brachte die Zürcherinnen mit einer soliden Defensive fast zur Verzweiflung. Zum Schluss fehlten aber etwas die Kaltblütigkeit sowie die Effizienz, um das Spiel in die gewünschten Bahnen zu leiten. Am nächsten Wochenende dürfen die Senslerinnen etwas die Beine hochlagern, ehe es gegen die Floorball Riders aus Rüti in der Meisterschaft weitergeht. Eine Woche später ist dann bereits die Chance zur Revanche, da Aergera Giffers im Cup-Achtelfinal wiederum auswärts auf den UHC Laupen trifft.

Bericht: Samira Inglin