Genf ging früh in der Partie in Führung: Ein unglücklich abgelenkter Schuss landete in der nahen Torecke der Sensler. Aergera hatte wie schon im ersten Spiel gegen die körperlich starken, aber spielerisch limitierten Genfer ihre liebe Mühe. Das ansonsten starke Passspiel Aergeras wollte auf diesem doch etwas speziellen Boden (der Match fand in Aigle statt) und gegen die kompakt stehenden Westschweizer nicht funktionieren, und so bedurfte es einer Standardsituation und einem schönen Drehschuss von A. Nösberger, um endlich zum ersten Torerfolg zu kommen. Doch Genf ging abermals in Führung, ein verdeckter Weitschuss fand den Weg vorbei an Freund und Feind in die weite Torecke. Aergera hatte immer noch Mühe, richtig ins Spiel zu kommen. Das erste und einzige Powerplay der Partie für Aergera half – A. Nösberger netzte zum Ausgleich ein. Weil Aergera aber kurz darauf vor dem eigenen Tor zu wenig konsequent agierte, schoben die Genfer zur erneuten Führung ein.

Im zweiten Drittel agierte Aergera mit zwei Linien, um so den Rhythmus hoch zu halten und endlich besser ins Spiel zu kommen. Dies gelang zumindest in der Defensive gar nicht so schlecht – immerhin kassierte Aergera nach dem ersten Drittel kein einziges Tor mehr (obwohl hier gesagt werden muss, dass die Schiedsrichter beim Stand von 2:3 aus Sicht von Aergera gütigerweise das 4. Genfer Tor nicht gaben – weil sie es schlichtweg nicht sahen und der Ball nur kurz darauf das Tor wieder verliess...). Im Angriff wollte jedoch immer noch nicht viel gelingen. Es war nicht das Spiel Aergeras, aber definitiv das Spiel von Andreas „Nüssli“ Nösberger. Einer seiner typischen kurzen Pässe direkt vors Tor wusste J-M. Aeby im Tor zu versenken, und so stand es nach zwei gespielten Dritteln 3:3.

Im letzten Drittel „erspielten“ (in Anführungszeichen, weil sich dieser Begriff in diesem Zusammenhang doch etwas seltsam anhört) sich vor allem die Genfer noch einmal ein paar gute Möglichkeiten  – darunter zwei Treffer ans Torgehäuse. Alle Beteiligten stellten sich bereits auf die Verlängerung ein. Auch ein Freistoss für Aergera in der Genfer Ecke drei Sekunden vor Schluss würde da wohl nichts mehr ändern. Nösberger hingegen – es war ja wie oben erwähnt sein Spiel – mag wohl keine Verlängerungen, und so hat er entschieden, dass es keine geben wird. Eine (1) Sekunde (!) vor Schluss entschied er die Partie mit seinem dritten persönlichen Treffer. Wie er das gemacht hat? Einfach mal von der Ecke auf der Grundlinie aus den Torhüter abschiessen. Der Ball muss Richtung Tor, dann besteht (zugegebenermassen mit etwas Glück) auch die Möglichkeit eines Torerfolgs.

Natürlich freute sich Aergera über weitere drei Punkte. Trotzdem machte sich nach dem Spiel eine gewisse Unzufriedenheit in den eigenen Reihen bemerkbar. Wie in fast jedem Spiel hat Aergera auch hier seine Möglichkeiten nur teilweise ausgeschöpft. Die Weihnachtspause wird gut tun – um die Kräfte wieder zu finden und den Kopf zu lüften, um dann mit neuen Ideen und frischem Elan in das neue Jahr zu starten. er

Aergera – Genf 4:3 (2:3,1:0,1:0)
Tore Aergera: A. Nösberger (3), J-M. Aeby.

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